Bereits zum 3. Mal trafen sich vom 17. bis 20. Juni 2010 ca. 140 begeisterte GS Fahrer zur BMW Motorrad GS Challenge. Wie bereits im letzten Jahr fand die Veranstaltung zum 2. Mal im Rahmen des Touratech Travel Event bei Touratech im schwäbischen Niedereschach im Schwarzwald statt. Überschattet wurde die Veranstaltung für uns nur etwas durch den Unfall von Michael H., bei dem ihm zum Glück aber nichts passiert ist. Allerdings war die Challenge für ihn bereits am 1. Fahrtag zu Ende.

Nach zwei spannenden Prüfungstagen voller Nervenkitzel und Adrenalin-Kicks stehen die Teilnehmer an der BMW Motorrad GS Trophy 2010 fest: Challenge-Sieger Werner Modelmann (geb. Lutz) aus Unterschleißheim, Dirk Remmel (Altomünster) und Thomas Donnecker (Bad Soden-Salmünster) werden vom 13. bis 21. November die deutschen Farben in Südafrika, Swasiland und Mosambik vertreten. Wer aber sein Ticket nach Südafrika lösen wollte, hatte bei der BMW Motorrad GS Challenge einige Herausforderungen zu meistern: Sieben Roadbooks mit insgesamt rund 700 Kilometern schönster Straßen und Pisten im Schwarzwald, 17 knifflige Sonderprüfungen, 32 Kontrollpunkte und ein spektakuläres Finale warteten auf die ambitionierten Enduristen, darunter viele „Wiederholungstäter“: „Wer letztes Jahr schon dabei war  musste einfach wiederkommen. Das ist wirklich nur genial“, strahlte ein Challenge-Fan.

Doppelt so viele Roadbooks, doppelt so viele Offroad-Sektionen: „Wir haben bei allem eine Schippe draufgelegt“,  hatte Cheforganisator Tomm Wolf beim einleitenden Briefing verkündet und damit nicht zu viel versprochen. Neben neun Enduro- bzw. Trialprüfungen, die durch den Dauerregen am Samstag natürlich nicht einfacher wurden, gab es Aufgaben im Bereich der Motorradtechnik, Spaßaktionen und jede Menge Action. Dazu gehörte zum Beispiel der „Flying Fox“ im Team-Adventure-Park der Firma Syntura in Schiltach, ein rasanter „Drahtseilakt“ hoch über den Baumwipfeln des Heubachtals. Gemeinschaftsgeist und Geschicklichkeit verlangte die „Kaffeefahrt auf dem Fohrenbühl“: Die Challenge-Teilnehmer mussten ein Floß zusammenzimmern und sich selbst samt diverser Motorradteile sicher über den Weiher beim „Landhaus Lauble“ bringen – eine Teamaufgabe, die es in sich hatte und manchem ein unfreiwilliges Bad bescherte. Paddeln war auch bei der Erzgrube an der Nagold-Talsperre angesagt, und richtig lustig ging es beim Schwarzwald-Frisbee auf dem Moosenmättle zu. Sicherheit war das Thema bei einer Führerscheinprüfung auf dem Rottweiler Verkehrsübungsplatz und ein Speed-Test zeigte, wie schwer es ist, Tempo 50 zu fahren, wenn man auf einer S 1000 RR mit abgeklebtem Tacho sitzt. Neben fahrerischem Können waren Navigation und Orientierungsvermögen, Teamfähigkeit und Cleverness Eigenschaften, die hier gefragt waren, und die es auch weniger sportlich orientierten Fahrern ermöglichten, Punkte zu sammeln.

 Dank gründlicher Vorbereitung hatte das Organisationsteam alles im Griff – bis auf das Wetter: Während es am Freitag nur zum Start am Morgen regnete und später strahlender Sonnenschein für ungetrübten Fahrspaß sorgte, ließ der Himmel seine Schleusen am Samstag bis zum Nachmittag geöffnet. Der aufgeweichte Boden machte viele Offroad-Prüfungen zu einer einzigen Rutschpartie; doch wer unbedingt nach Südafrika wollte, ließ sich auch davon nicht abschrecken. „Größten Respekt für alle, die hier kämpften“, zollte Heiner Faust, Leiter des deutschen Markts von BMW Motorrad, den tapferen Enduristen. Der britische Schauspieler Charley Boorman, der am Samstag als Gast bei der GS Challenge mitfuhr, sprach wohl den meisten Teilnehmern aus dem Herzen: “Klar, es war nass, aber es machte trotzdem Riesenspaß.“ Das abschließende Finale der Top 20, ein anspruchsvoller Trialparcours, der mit nagelneuen F 800 GS durchfahren werden musste, bescherte den Fahrern dann weitere Adrenalin-Kicks und dem riesigen Publikum, das gebannt mitfieberte, atemlose Momente. Neben den drei deutschen Trophy-Teilnehmern wurde hier auch das „Alpenteam“ ermittelt: Für Österreich und die Schweiz reisen Bernhard Schmidtmayr (AT), Christoph Muri (CH) und Johannes de Ciutiis (CH) nach Südafrika.

Michael kam durch seinen Unfall nicht in die Wertung. Mit dem Zeitverlust von Michaels Unfall kam Ingo nur auf Platz 80 und Holger, der zusätzlich noch einen Plattfuss zu verkraften hatte, kam auf Platz 84. Im nächsten Jahr wird das sicher besser laufen :-) Unser Dank geht an Fabian, der in diesem Jahr leider nicht mit fahren konnte. Er hat uns jedoch am 1. Fahrtag unterstützt und viele der folgenden Fotos geschossen.


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