GS Trophy 2013 Titel


Zum 6. Mal fand nun schon die BMW Motorrad GS Trophy Germany statt und bereits zum 5. Mal in Verbindung mit dem Touratech Travel Event in Niedereschach im Schwarzwald. Auch zum sechsten Mal war Ingo dabei und ist gemeinsam mit Sven angetreten. Dieses Mal hatten die beiden Großes vor. Sven konnte in den vergangenen Jahren bereits schon zwei mal das Finale erreichen. In diesem Jahr reichte es allerdings für beide nicht. Ein Platten kostete die Enduristen rund 1 Stunde Zeit. Diese war nicht mehr aufzuholen. Dazu kamen dann noch 220 Strafpunkte weil die beiden am ersten Tag zu spät ins Ziel kamen. Damit war nach Tag 1 bereits alles gelaufen. Trotzdem kämpften sie auch am zweiten Fahrtag tapfer um die Punkte und konnten sich in einem starken Starterfeld von gut 200 Endurofahren noch gut platzieren. Sven kam auf Platz 39 und Ingo auf Platz 45. Die Trophy hat einen riesen Spaß gemacht und die beiden werden sicher beim nächsten Mal wieder alles geben um vorne mit dabei zu sein. So viel ist heute schon klar :-)


006-Ingo und Sven vorher

                                                                                                                                                                      Ingo und Sven vor der Trophy


Egal ob Sport- oder Spaßfraktion: Bei der BMW Motorrad GS Trophy Germany 2013 fand jeder seine Herausforderung. „Bei der Trophy hat man die tolle Gelegenheit, sein GS einmal ganz legal im Gelände zu fahren“, nannte der Sieger Markus Eichberger (37) aus Peißenberg als Grund, warum er sich 2012 zum ersten Mal angemeldet hatte. Dabei ist Markus alles andere als ein sportlicher Extrem-Endurist. Dass nach dem 32. Platz im Vorjahr nun der Sieg herausgesprungen ist, konnte der Vater von drei Töchtern selbst kaum fassen. 

Nachdem die letztjährigen Gewinner und internationalen Trophy-Teilnehmer außerhalb der Wertung mitgefahren waren, gab es diesmal also ganz neue Gesichter auf dem Siegerpodest. Erneut hatten es die Organisatoren geschafft, Fahrer mit ganz verschiedenen Ansprüchen und unterschiedlichem Leistungsvermögen zu vereinen. Dafür hatten insgesamt 17 Sonderprüfungen mit und ohne Motorrad, Team- und Technikaufgaben, Geschicklichkeitstests und sportliche Herausforderungen gesorgt.

Vom Gipfelglück bis zum „Tunnel des Grauens“ erlebten die rund 200 Enduristen im Alter von 18 bis 69 Jahren – darunter auch zehn Frauen – eine abenteuerliche Schwarzwald-Olympiade, die es in sich hatte. Kraxeln an einer 15 Meter hohen Kletterwand gehörte genauso dazu wie ein schweißtreibender Boxenstopp.  Für Adrenalinkicks sorgte die Mühlelochbahn, wo sich die Teilnehmer an einer Zipline in den Abgrund stürzen und den Schwarzwald aus der Vogelperspektive erleben konnten. Vor der beeindruckenden Kulisse der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burgruine Neufürstenberg spielte sich die Teamaufgabe unter dem Motto  „Bizeps und Birne“ ab; hier galt es, einen vertrackten Motorradtransport und ein nicht minder kniffliges Wiesenmemory zu bewältigen. Ein unfreiwilliges Bad im Bach gab es für viele gleich dazu.

008-Strategie

Das Highlight waren für die meisten Fahrer aber die sieben Enduroprüfungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die selbst den Routiniers einiges abverlangten. Von Naturstrecken über Steinbruchhalden bis zu einer eigens für die GS Trophy aufgebauten Enduropiste innerhalb der Rennstrecke des Bregring Rodeo X hätte das Terrain nicht unterschiedlicher sein können. Besonders beeindruckend war die Sonderprüfung „Next Generation“ (BMW Special), wo die Fahrer auf eine neue R 1200 GS umsteigen und diese durch eine einzigartige Offroad-Kulisse aus Schlamm, Wasser  und Sand manövrieren konnten – von Himalaya bis Sahara war alles dabei.

Fahrkönnen und Nervenstärke mussten die Finalisten in einem  extrem schwierigen Parcours auf dem Touratech-Gelände beweisen, der mit einer nagelneuen F 800 GS Adventure zu bewältigen war – ein Motorrad, welches das Abenteuer lebt und das hier vor der passenden Kulisse seine Publikumspremiere feierte. Tausende von Travel-Event-Besuchern fieberten mit, als die zehn besten GS-Piloten aus Deutschland und die fünf Finalisten aus Österreich und der Schweiz um die begehrten Startplätze für die Internationale BMW Motorrad GS Trophy kämpften.

011-Ingo

Das ganze Drumherum, die menschlichen Begegnungen, die Einbeziehung ins Travel-Event – all das lobte auch Trophy-Sieger Markus Eichberger: „Das Gesamtpaket stimmt einfach.“  Dazu trugen auch die vielen freiwilligen Helfer an den Stationen bei, die anfeuerten, motivierten und mit anpackten, wo sie nur konnten. „Du spürst, dass die Leute mit Herzblut dabei sind“, gab der sportliche Leiter Tomm Wolf die Stimmung wieder und bedankte sich ausdrücklich bei der Firma Touratech: „Ohne dieses immense Know-how und die großartige Logistik wäre eine Veranstaltung auf diesem hohen Niveau nicht möglich.“


012-Trial Prüfung

                                                                                                                                                                          Ingo auf dem Trial Parcour


Diese GS Trophy habe wieder einen abwechslungsreichen Mix mit hohem Spaßfaktor geboten und eindeutig gezeigt, dass man kein Hardcore-Endurist sein müsse, um hier ganz vorn mit dabei zu sein, zog Tomm Wolf eine rundum positive Bilanz: „Wenn jeder lachend vom Platz geht, haben wir unseren Job richtig gemacht.“


017-Ingo und Sven nachher

                                                                                                                                                                   Ingo und Sven nach der Trophy



019-Trophy Sieger

                                                               v.l.n.r.  der zweite Roman Wusch, der Sieger Markus Eichberger und der dritte Thomas Becher 




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